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Neue deutsche Schwarmstädte: jung, hip und bezahlbar


Nürnberg (ots|wro) - Aufstrebende, neue Schwarmstädte: Junge Menschen zieht es verstärkt in mittel-
große Städte im Osten und Süden mit Universitäten, modernen Jobangeboten und bezahlbaren Mieten.
Das zeigt eine aktuelle Analyse von immowelt.de:

Günstigste neue Schwarmstadt ist Chemnitz mit 5,00 Euro Mietpreis
pro Quadratmeter, gefolgt von Magdeburg (5,80 Euro) und Schwerin
(6,50 Euro) / Bayrische Schwarmstädte teurer, aber im süddeutschen
Vergleich noch bezahlbar: Fürth, Bamberg und Passau je mit 9,00
Euro / Größere und länger etablierte Schwarmstädte meist schon
deutlich teurer: Frankfurt (12,90 Euro), Freiburg (11,30 Euro),
Hamburg (11,30 Euro) und Berlin (10,40 Euro)

Chemnitz, Erfurt, Fürth - junge Menschen zieht es vermehrt in mit-
telgroße Städte im Osten und Süden. Hier finden sie gute Studien-
und Jobangebote, ein vielfältiges Kulturprogramm und lebendiges
Nachtleben, vor allem aber: bezahlbare Mieten. Das zeigt eine aktu-
elle Analyse von immowelt.de von 39 Schwarmstädten. Denn gegen-
über etablierten Schwarmstädten, die bereits seit längerem junge Be-
wohner anziehen, sind die Newcomer meist deutlich günstiger. So
lässt sich eine Immobilie in Chemnitz im Median schon für 5,00 Eu-
ro pro Quadratmeter mieten. Im Gegensatz dazu müssen in Frei-
burg, das schon deutlich länger junge Leute anzieht, im Schnitt
11,30 Euro aufgebracht werden.

Der neue Boom im Osten

Auffällig viele der neuen Schwarmstädte liegen in Ostdeutschland
und sind vergleichsweise günstig. Neben Chemnitz sind das Magde-
burg (5,80 Euro), Schwerin (6,50 Euro) und Erfurt (7,10 Euro).
Zum Vergleich: In Gesamtdeutschland liegt der Mietpreis im Schnitt
bei 7,30 Euro. Mit Ausnahme von Schwerin verfügen alle diese ost-
deutschen Standorte über große eigene Universitäten, in Schwerin
sind zumindest Außenstellen von Hochschulen untergebracht. Außer-
dem bieten die Schwarmstädte moderne Jobs im Dienstleistungs-
und Forschungssektor und ein abwechslungsreiches Kulturangebot.

Lediglich Potsdam schert unter den neuen Schwarmstädten preislich
aus (9,50 Euro). Brandenburgs Landeshauptstadt kann allerdings
durch seine Nähe zu Berlin und einem dadurch sehr großen Angebot
in Sachen Kultur, Arbeits- und Studienangeboten sowie Nachtleben
punkten. In Berlin selbst liegen die Preise inzwischen bei 10,40 Euro,
was Potsdam zumindest im direkten Vergleich günstiger macht.

Im Süden viel Neues

Auch in Bayern sind es vor allem kleinere Großstädte mit einem viel-
seitigen Kulturangebot sowie bezahlbaren Mieten für Studierende
und junge Berufstätige, die als neue Schwarmstädte in Erscheinung
treten. Hierzu gehören Fürth, Bamberg und Passau (je 9,00 Euro).
Die Mietpreise liegen zwar über dem deutschen Schnitt, im Vergleich
zur etablierten Schwarmstadt München (17,10 Euro) fallen sie aber
noch vergleichsweise niedrig aus. Passau und Bamberg verfügen
über eigene öffentliche Hochschulen, Fürth liegt in direkter Nach-
barschaft zu Erlangen und Nürnberg mit deren gemeinsamer Uni-
versität.

Als einzige neue Schwarmstadt im Süden ist Ingolstadt mit 11,50 Eu-
ro auch für bayrische Verhältnisse teuer. In der Automobil- und Uni-
versitätsstadt herrscht allerdings de facto Vollbeschäftigung. Viele
große und mittelständische Unternehmen locken junge Arbeitneh-
mer an, was sich bei den Mietpreisen bemerkbar macht.

Teure deutsche Schwarmstädte

Neben den aufstrebenden Standorten gibt es auch eine ganze Reihe
von Schwarmstädten, die bereits seit längerem junge Menschen im
großen Stil anziehen. Hierzu gehören beispielsweise Frankfurt (12,90
Euro), Freiburg (11,30 Euro) oder Hamburg (11,30 Euro). Die Miet-
preise sind dort aber oftmals bereits sehr hoch und es gibt wenige
freie Immobilien auf dem Markt. Nicht zuletzt deswegen weichen
junge Menschen vermehrt auf bezahlbare Alternativen aus.

Grafiken und Tabellen zu den Mietpreisen in allen 39 Städten kön-
nen Sie hier herunterladen: http://ots.de/IUdnKj

Berechnungsgrundlage

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in den 39 untersuchten
Städten waren 182.530 auf immowelt.de inserierte Angebote. Dabei
wurden ausschließlich die Angebote berücksichtigt, die vermehrt
nachgefragt wurden. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Ab-
schlusspreise. Die Preise geben jeweils den Median der der Nettokalt-
mieten bei Neuvermietung wider. Der Median ist der mittlere Wert
der Angebotspreise. Die Daten für die Festlegung der Schwarmstädte
stammen von empirica.

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